Das „Outdoor-Gummi“

Ob es darum geht, das Dach eines Wohnblocks oder eines Autos vor Zugluft und Feuchtigkeit zu schützen – EPDM ist dafür perfekt geeignet. Dieses Gummi ist sehr widerstandsfähig gegen Sonnenlicht und verschiedene Wetterbedingungen. Daher ist es nicht erstaunlich, dass es im Freien in vollem Umfang zum Einsatz kommt. Diese Gummisorte ist aber auch in Geschirrspülern zu finden.

EPDM steht für die lange Bezeichnung „Ethylen-Propylen-Dien-Monomer“. Chemisch betrachtet handelt es sich um eine synthetische Gruppe von Kautschuken. Durch die Polymerisierung von Propylen, Ethylen und ein Dien entsteht ein sogenanntes Terpolymer. Wichtiger als all diese Begriffe sind natürlich die Eigenschaften dieser Gummisorte! Sie ist sehr widerstandsfähig gegen Sonnenlicht und wechselnde Wetterbedingungen. Dadurch eignet es sich hervorragend für alle Arten von Außenanwendungen.

Geeignet fĂĽr die Lebensmittelindustrie

DIE EIGENSCHAFTEN VON EPDM

EPDM ist besonders beständig gegen Ozon, UV-Strahlung, Säuren und Basen. Es altert nicht schnell und ist daher für höchste Ansprüche der Wasser- und Lebensmittelindustrie bestens geeignet. Aus diese Grund wird es häufig im Zusammenhang mit Meer- und Warmwasser verwendet. EPDM verträgt Temperaturen von -30 bis +130 Grad Celsius. Die Härte reicht von 30 bis 90° Shore A.

Ein weiterer großer Vorteil von EPDM ist seine Farbechtheit. Da dieses Material nicht von Ozon angegriffen wird, bleibt die Farbe dieses Gummis sehr lang erhalten. EPDM ist nicht für die Kombination mit Erdöl, Diesel, Benzin, Gas und Paraffin geeignet. Dafür eignet sich NBR, das es beständig ist gegen Öle, Fette und Schmiermittel.

Hintergrundinfos

WAS VERSTEHT MAN UNTER SHORE-HÄRTE?

Die Härte von Gummi und Kunststoff wird in der sogenannten Shore-Härte angegeben. Diese wird mit einem Durometer gemessen, dessen Shore-A-Skala von 0 bis 100 reicht. Zur Veranschaulichung: Ein Radiergummi auf der Rückseite eines Bleistifts ist weich und wird daher auf der Skala niedrig bewertet. Ein Skateboard-Rad ist hart und liegt weit oben auf der Skala. Je höher die Zahl, desto härter das Material. Materialien, die härter als Shore A sind, fallen unter die Klasse Shore D. Dabei handelt es sich oft um Kunststoffe, wie sie z. B. für Schutzhelme verwendet werden. Materialen, die weicher als Shore A sind, gehören zur Klasse Shore 00. Dazu zählen z. B. Gummibärchen.

Sehr resistent gegen Ozon

ANWENDUNGEN VON EPDM

Da EPDM ozonbeständig ist, wird es gerne in Bereichen eingesetzt, die verschiedenen Wetterbedingungen ausgesetzt sind, beispielsweise in der Schifffahrt und in der Baubranche. Ein sehr bekanntes Beispiel dafür sind Dachfolien aus EPDM. Diese schützen Dächer von Häusern und Wohnblocks vor Witterungseinflüssen. Auch in der Automobilindustrie ist diese Gummisorte unverzichtbar geworden. In Fahrzeugen wird sie häufig als Dichtung verwendet, damit Zugluft, Wind und Wasser nicht eindringen können. Und manchmal kommt es auch in Dichtungen oder Schläuchen zum Einsatz, um zu verhindern, dass Wasser austritt, wie dies etwa bei Geschirrspülern und Waschmaschinen der Fall ist. Auch EPDM eignet sich dank seiner Temperaturbeständigkeit hervorragend dafür.

RIS Rubber verarbeitet hauptsächlich EPDM-Kautschuk in dichtungen für Absperrklappen in On- und Offshore-Anwendungen und bei der Herstellung von Dehnungsprofilen.

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