SO VIELE SORTEN

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, über welche Art von Gummi wir sprechen. So gibt es zum Beispiel neben Naturgummi noch viele Arten von synthetischem Gummi. Woraus diese verschiedenen Gummitypen bestehen, erklären wir kurz in diesem Artikel.

Gummi ist ein Polymer, das dehnbar und widerstandsfähig ist. Es wird in allen möglichen Produkten wie u.a. Auto- und Fahrradreifen, Stoßblöcken, Dichtungen, Matratzen und Schnullern verwendet.

Immer die richtige Gummisorte

NATÜRLICHES UND SYNTHETISCHES GUMMI

Wahrscheinlich kennen Sie Fotos von Gummibäumen, aus denen weiße Flüssigkeit heraustritt. Aus diesem weißen Milchsaft wird Naturgummi extrahiert. Als Naturgummi immer beliebter wurde, entstand die Nachfrage nach synthetischem Gummi, das aus Erdöl hergestellt wird und kein Naturprodukt ist. Ist das ein großer Vorteil gegenüber Naturgummi? Mit synthetischem Gummi lassen sich andere Eigenschaften erzielen als mit Naturgummi. Auf diese Weise lässt sich die optimale Gummisorte zusammenstellen.

Gummi in einem Baum

WAS IST NATURGUMMI?

Naturgummi ist ein besonderes Polymer, da es in der Natur entsteht. Dabei wird dem Baum Hevea Brasiliensis täglich Saft abgezapft, von dem etwa 33 % des gesammelten Saftes aus Kautschuk, dem so genannten Latex, besteht. Dies ist eine milchige Flüssigkeit, eine Wassermischung aus Eiweiß und Kautschukpartikeln.

Synthetische Polymere

WAS IST SYNTHETISCHES GUMMI?

Synthetisches Gummi wird aus Erdölbestandteilen hergestellt, die durch einen chemischen Prozess zu synthetischem Gummi verbunden werden. Es wurde in Amerika als Alternative zu Naturgummi entwickelt und heißt auch Polymer.

Eine der bekanntesten synthetischen Gummisorten ist SBR. aus dem zum Beispiel Autoreifen hergestellt werden. Andere synthetische Gummipolymere sind EPDM, NBR und FKM (Viton).

Eigenschaften ergänzen

ZUSATZSTOFFE IN DER MISCHUNG

Um dem endgültigen Gummiprodukt bestimmte Eigenschaften zu verleihen, werden beim Mischvorgang Chemikalien – so genannte Additive – zugesetzt. Dies gilt sowohl für Natur- als auch für Synthesegummi.

Beispiele für Zusatzstoffe sind Vulkanisiermittel, Füllstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel und Weichmacher. Was genau bewirken diese Additive?

  • Vulkanisiermittel: Schwefel und andere Vulkanisiermittel sorgen dafür, dass Gummi zu einem elastischen und dehnbaren Endprodukt vulkanisieren („gebacken werden“) kann. Diese Vulkanisation ist ein irreversibler chemischer (Back-)Prozess, der verhindert, dass Gummi schmilzt.
  • Füllstoffe: Dies sind Stoffe (z. B. Ruß und Kieselsäure), die dem Gummi mehr Festigkeit geben.
  • Farbstoffe: Sie werden eingesetzt, um dem Gummi eine bestimmte Farbe zu verleihen.
  • Konservierungsmittel: Diese Mittel schützen das fertige Gummiprodukt vor Alterung und Ozon.
  • Weichmacher: Dies sind ölige Substanzen, die das Endprodukt Gummi weicher machen.

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