Eine starke Verbindung

Gummi und Metall vertragen sich naturgemäß nicht besonders gut. Und doch sind sie ein unverzichtbares Power-Duo in der gummiverarbeitenden Branche. Zu Recht, denn die Kombination von Flexibilität und Robustheit ist oft die Lösung für viele Anwendungen.

Auch wenn diese beiden Materialien gegensätzlicher nicht sein könnten, haben wir viel Erfahrung in der Verbindung von Gummi und Metall. Metall bietet zusätzliche Verstärkung oder Unterstützung und kann manchmal auch als Befestigungselement dienen. Durch die Kombination beider Werkstoffe entsteht ein Produkt, das die Flexibilität von Gummi und die Festigkeit von Metall aufweist. Daher ist es kein Wunder, dass diese „goldene Verbindung“ häufig verwendet wird.

Dauerhafte Verbindung

VERBINDUNG VON GUMMI UND METALL:
SCHRITT FÜR SCHRITT

Damit Metall und Gummi verbunden werden können, müssen sie miteinander vulkanisieren. Dieses Verfahren führt zu einer viel stabileren und haltbareren Verbindung als durch Kleben. Damit eine „Gummierung“ des Metalls möglich ist, muss das Metall vorbehandelt werden. Eine gute Vorbehandlung ist ein entscheidender Schritt, um diese beiden Werkstoffe dauerhaft miteinander zu verbinden. Alles beginnt mit der Bearbeitung des Metalls: Zuerst wird das Metall entfettet und dann aufgeraut (geschliffen). Anschließend wird es mit einer Haftschicht versehen. Diese Schicht sorgt dafür, dass das Gummi durch Erhitzung (Vulkanisierung) mit dem Metall verbunden werden kann.

Präzisionsarbeit

Die Beschreibung, wie Gummi und Metall verbunden werden, klingt recht einfach, ist es aber nicht. In der Praxis variiert die genaue Herangehensweise von Produkt zu Produkt. Mit einer speziellen Software ermitteln wir, an welchen Stellen Gummi und Metall verbunden werden müssen, damit das Endprodukt optimal funktioniert. Auch der Grad der Entfettung, des Aufrauens und die Dicke des Haftungsprimers spielen eine Rolle und werden daher im Vorfeld sehr genau berechnet und festgelegt. Nachdem alle notwendigen Informationen gesammelt wurden, wird das Metall in der Abteilung Metallverarbeitung bearbeitet, so dass das Metall für die Gummierung bereit ist. Die Verbindung von Gummi und Metall kann auf chemischem oder mechanischem Wege erfolgen. Welcher Weg der beste ist, hängt von der Art des Produkts ab.

Ausgeklügeltes Verfahren

Bei der chemischen Verbindung von Metall und Gummi ist die Entfettung der erste wichtige Schritt. Dann ist das Metall bereit für den nächsten Schritt des Prozesses: das Aufrauen oder Schleifen. Dies geschieht in speziellen Strahlkabinen in der Abteilung Metallbearbeitung. Unsere größte Kabine misst stolze 200 m². Durch das Strahlen wird das Metall effizient gereinigt und aufgeraut. Dabei wird mithilfe von Druckluft Stahlgrit gegen das Produkt geblasen. Dadurch werden Verunreinigungen wie Rost, Öl oder Lackreste entfernt und die Oberfläche des Metalls vergrößert sich. Damit entsteht die Grundlage für eine optimale Haftstruktur für die weitere Bearbeitung.

Nach dem Schleifen ist es Zeit für den nächsten Schritt: das Metallprodukt wird mit einer Haftschicht überzogen, damit die Materialien, wie der Name schon sagt, gut aneinander haften können. Das Haftmittel wird von Hand oder mit einem Spritzroboter auf das Rohmetall aufgetragen, damit das Gummi überall vulkanisieren kann und somit gut am Metall haftet. Wichtig dabei ist, dass diese Haftschicht weder zu dick noch zu dünn ist. Die Haftschicht sorgt dafür, dass das Gummi durch Erhitzung mit dem Metall verbunden werden kann.

Der letzte Schritt ist die Vulkanisierung. Das Produkt kommt in eine Matrize und wird gepresst. Die Hitze und der Druck der Presse bewirken, dass sich die Moleküle des Metalls und des Gummis miteinander verbinden. Wenn all diese Schritte sorgfältig ausgeführt werden, entsteht eine feste Gummi-Metall-Verbindung.

Bis in die kleinsten Löcher

Etwas einfacher ist eine mechanische Verbindung von Gummi und Metall. Dabei wird im Voraus überlegt, wie eine Befestigung des Gummis im oder um das Metall erreicht werden kann. Das Metall wird zum Beispiel mit einer Aussparung oder Löchern versehen. Während des Vulkanisierungsprozesses fließt das Gummi in oder durch diese Öffnungen, wodurch die Verbindung zwischen den beiden Werkstoffen zustande kommt.

Unsere technische Abteilung legt im Vorfeld fest, wie sich das Metall und das Gummi am besten verbinden lassen. Auf der Grundlage unserer Ideen wird ein Angebot erstellt. Wenn dieses den Vorstellungen des Kunden entspricht, werden die Matrize und einige Muster angefertigt. Nach der Abnahme der Muster kann dann die Serienproduktion starten.

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