Herstellungsverfahren

Nach dem Entwurf des Gummiprodukts beginnt das Herstellungsverfahren bei RIS. Die Herstellung von Gummi-Formartikeln und Gummi-Metallverbindungen erfolgt in Lelystad (Niederlande) und Kula (Bulgarien). Für den Produktionsprozess stehen bei RIS Rubber über 100 Pressen zur Verfügung. Darüber hinaus verfügen wir über Abteilungen für die Vorbehandlung von Gummi, von Metall und die Nachbearbeitung der Produkte. Die für die letztendliche Form des Produkts benötigten Matrizen werden in Lelystad entworfen und vor ihrer Inbetriebnahme umfangreichen Tests unterzogen.

Schritt 1: Herstellung und Prüfung der Matrize

Die Matrize verleiht einem Gummiprodukt seine Form. In unserem Werk in Lelystad entsteht auf der Basis unserer Kenntnisse über Gummimischungen, Herstellungsverfahren und unterschiedliche Pressen eine Matrize. Bevor die Matrize in der Produktion zum Einsatz kommt, wird sie erst mithilfe einer Testproduktion geprüft. Erst, wenn alles in Ordnung ist, läuft die Serienproduktion für den Kundenauftrag an.

Schritt 2: Vorbehandlung des Gummis

Jeder Gummiartikel hat ein anderes Format und eine einzigartige Zusammensetzung. Die für das betreffende Produkt benötigte Gummimischung beziehen wir als Rohmaterial aus dem Markt. In den meisten Fällen wird eine Mischung geliefert, die wir sofort in der Produktion verwenden können. Manchmal jedoch genötigt die Mischung eine Vorbehandlung, die bei uns vor Ort durchgeführt wird.

Bei einer solchen Vorbehandlung wird das Gummi erst auf der Walze zu einer homogenen Masse verbunden und bei Bedarf in der Schneidemaschine zugeschnitten. RIS kann das Gummi gegebenenfalls auch in die richtige Form stanzen oder extrudieren. Schnittabfälle werden durch erneutes Kneten in der Walze wiederverwendet, um keine Rohstoffe zu verschwenden. Hat das Gummi durch die Vorbehandlung erst einmal die richtige Form erhalten, kann es in die Presserei befördert werden.

Schritt 3: Die Presserei

RIS Rubber verwendet zwei unterschiedliche Arten von Pressen, nämlich Injektionspressen für kleinere Gummi-Formartikel und Kompressionspressen für größere und schwerere Produkte.
Injektionspresse
Bei einer Injektionspresse wird das Gummi warm in eine Matrize injiziert. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für größere Serien, da die Herstellungszeiten relativ kurz sind. Außerdem kann eine Injektionspresse das Material sehr präzise in die Matrize injizieren, sodass nur wenig Abfall anfällt. In unseren Injektionspressen stellen wird Produkte mit einem Gewicht von wenigen Gramm bis maximal 20 kg her. Außer Vollgummi-Artikeln und Gummi-Metall-Verbindungen pressen wir auch häufig gefärbte Produkte.
Kompressionspresse
Bei einer Kompressionspresse wird Gummi unter hohem Druck gepresst. Die Matrize ist dabei in der Presse montiert und das Gummimaterial wird pro Produkt von Hand eingelegt. Anschließend schließt sich die Presse mit einer Kraft von bis zu 2.000 t. Unter Hitze und Presskraft erhält das Gummi die gewünschte Form. Die größte Kompressionspresse von RIS hat eine Pressfläche von 1.800 x 1.800 mm.
Herstellungsverfahren

Letzter Schritt: Nachbearbeitung des Produkts

Die meisten Gummi-Formartikel und Gummi-Metall-Verbindungen müssen noch nachbearbeitet werden, wenn sie aus der Presse kommen. Dieser Schritt erfolgt in einer gesonderten Abteilung im Werk und umfasst viel Handarbeit. Bevor die Produkte unser Werk verlassen, werden sie abschließend geprüft.

Dank der großen Diversität unserer Produktionspressen kann RIS für jeden Kunden das gewünschte Produkt herstellen. Mit unserer Produktionskapazität an zwei Standorten können wir flexibel auf Anfragen reagieren und schnell liefern.
Ob wenige Teile oder große Serien, ob kleine oder sehr große Produkte, bei RIS ist (fast) alles möglich. Setzen Sie sich für weitere Informationen ganz unverbindlich mit uns in Verbindung.